Aktion "Kinder helfen Kindern"




„Kinder helfen Kindern“ nennt sich eine Arbeitsgemeinschaft, die unter der Leitung von Frau Damian im Rahmen der Ganztagsschule in diesem Schuljahr entstanden ist. Zehn bis zwölf Mädchen beschäftigen sich mit den Lebenssituationen von Kindern in anderen Ländern.

In der Auseinandersetzung mit diesem Thema konzentrierte sich das Interesse mehr und mehr auf die besonderen Probleme, welche für Kinder in Südamerika, speziell in Chile, entstehen können.

Die Schüler erfahren von teilweise bitterster Armut Menschen betreffend, die vor allem in  Favelas (Slums am Rande einer Stadt) aber auch auf dem Lande leben. Sie erkennen, dass ein völlig unzulängliches Sozialsystem dort verantwortlich ist für unversorgte Kranke, für geringe Bildungs- und Arbeitchancen.

Es wird deutlich, dass von diesen Problemen vor allem nachfolgende Generationen der Ureinwohner (Indianer-Mapuche) betroffen sind. Die Schüler erfahren über deren Kultur, Sprache, Essgewohnheiten, Spiele usw.

Die Auswirkungen dieser schlechten Lebensbedingungen betreffen vor allem die Schwächsten der Gesellschaft, nämlich die Kinder. Folgen sind u.a. Krankheiten, elterliche Gewalt bedingt durch Spannungen, Alkoholismus, sexueller Missbrauch, Bildungsdefizite usw.

Eine Unterbringung dieser Kinder in staatlichen Heimen ist in der Regel auch keine erstrebenswerte  Lösung, denn in diesen werden in der Regel sehr viele Kinder nur von einem Erzieher betreut, womit eine gute Versorgung und Zukunft eher nicht gegeben bzw. möglich ist.

Das Projekt „Casa Esperanza“ in Valdivia (Chile) ist ein Vorzeigeheim. Hier leben 12 Kinder mit ihren Betreuern. Jedes Jahr arbeitet hier auch ein Freiwilliger (Volentario) aus Deutschland, der dort sein soziales Jahr ableistet. Die Kinder besuchen die öffentliche Schule. Im an das Heim angrenzenden Garten gibt  es Tiere, Gemüse und Obst zur Selbstversorgung. Das Projekt wird  durch den chilenischen Staat und die Kirche in Deutschland unterstützt, aber diese Mittel reichen nicht aus, um diese Einrichtung am Leben zu halten. So sind Spenden dringend notwendig, um diesen Kindern und ihrer Zukunft zu helfen. In Niederkirchen hat sich ein Verein unter der Leitung von Herrn Jörg Oeynhausen gebildet, der sehr aktiv ist und das Heim unterstützt.

Unsere Rektorin Frau Hammann war auch eine unserer Kundinnen

Nargiz gibt freundlich Auskunft über die Produkte

Unsere Arbeitsgemeinschaft hat sich nun zur Aufgabe gemacht etwas zu tun, um eine Spende zu ermöglichen. Eine Idee war Freundschaftsbänder zu knüpfen, um diese in der Stadt zu verkaufen. Da es uns aber vor allem darum ging, einmal etwas für andere zu tun und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse etwas zurückzustellen,  planten wir zusammen mit den Schülern der AG „Streuobstwiese“, die von Herrn Oeynhausen geleitet wird, eine Aktion in der Fußgängerzone. So verkauften wir Osterglocken (Narzissen) aus dem Schulgarten, in der Schulküche hergestellte köstliche Marmelade und unsere Bänder. Es machte riesigen Spaß und wir bekamen an unserem Stand  von den Vorübergehenden netten und ermunternden Zuspruch.

Dabei kam der beachtliche Betrag von 225, 37 Euro zusammen, der dem Projekt „Casa Esperanza“ in Valdivia nun zur Verfügung gestellt werden kann.

Es ist uns ganz wichtig, dass wir an dieser Stelle auch unsere Motivation für diese AG ausdrücken.

Nargiz Khalilova (7b): „Ich lebe in einer glücklichen Familie und möchte nicht, dass es anderen Kindern schlecht geht. Deshalb möchte ich durch diese Aktion helfen.“

Christina Seibel (7b):  „Ich freue mich, dass ich bei der Aktion „Kinder helfen Kindern“          dabei sein konnte, weil jedes Kind es verdient eine liebevolle Familien und eine gute Ausbildung zu haben.“

Dana Spitzl (7b): „Ich habe mich für diese Aktion engagiert, weil ich selbst in einer wohlbehüteten Familie aufgewachsen bin und ich denke, dass jedes Kind in solchen Verhältnissen aufwachsen soll. Dieses Heim vermittelt hoffentlich eine solche Atmosphäre.“

Jasmin Bense (7b): „Ich wollte unbedingt mithelfen, weil ich die armen Kinder unterstützen will. Ich fand die Aktion sehr gut. Mir hat es gefallen.“

Mara Spitzl (7b): „Ich wollte einfach dazu beitragen, dass diese Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft haben, dass sie z.B. mit den Spenden Schulbücher und vieles andere notwendige kaufen können. Die Aktion hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich, den armen Kindern in Chile vielleicht geholfen zu haben.“

Lana Faust (7b): „Ich wollte helfen, weil ich gehört habe, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es uns so gut geht. Ich finde, arme Kinder sollten von uns allen unterstützt werden.“

Weitere Teilnehmer der AG:
Dudu Cabucak, 8. Kl., Sandra Werge, 7. Kl., Tamara Groß, 8. Kl., Gizem

Anwesend bei der Fußgängeraktion: Dana, Mara Jasmin, Nargiz, Tamara, Christina, Samantha Schellhammer (7b) und Schüler der AG „Streuobstwiese“

zurück