

Weitere Beiträge
kamen von Schülern der Schubert-Schule, der Berufsbildenden Schule
und unserer Schule (siehe Bild rechts). Thomas Schenkel und Julian
Seitz verlasen einen Augenzeugenbericht Kästners von der
Bücherverbrennung in Berlin.
Der Sprecher des
Arbeitskreises Heiko Müller stellte dann zum Schluss die Bronzetafel
mit dem Heine-Zitat vor. Um den endgültigen Aufstellungsort der
Tafel es gab schon ein unerfreuliches Geschachere.

|
Am
Mittwoch, den 14. Mai 2003, fand auf dem Neustadter Marktplatz eine
Gedenkstunde zur Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten
statt. Das
obige Zitat von Heinrich Heine steht auf einer Gedenktafel aus
Bronze, die gegen Ende der Gedenkstunde provisorisch verlegt wurde.
Mit Lesungen aus
den Werken verfemter Künstler wie Stefan Zweig, Erich Kästner oder
Thomas Mann und einer szenischen Darstellung wurde gut eine Stunde
an die damaligen Geschehnisse vor 70 Jahren in Neustadt erinnert .
Ganz in Schwarz
gekleidete Schülerinnen und Schüler des Hannah-Arendt-Gymnasiums
Haßloch formierten sich dabei in beklemmenden Szenen zum
marschierenden Trupp der Hitler-Jugend und gleich anschließend
ausgestreckt auf dem Boden zum Hakenkreuz.

Einflussreiche
Kommunalpolitiker waren (und sind) der Ansicht, dass die Bronzetafel
den Marktplatz der Stadt dominiere. Gedenken brauche "adäquate
Gedenkräume" wie z.B. die Stadtbücherei oder den Hauptfriedhof. Dem
Argument, Gedenken müsse vor allem freiwillig sein, trat Müller
heftig entgegen: "Die Gedenkplatte gehört an den Ort des
damaligen Geschehens und nicht in die Stadtbücherei!"
Recht so! |