Aus Traubensaft wird Wein

Unser Mostgefäß
Die alkoholische Gärung

In einem 25 Liter Glasballon lassen wir unseren frischen Traubensaft vergären. Damit die Gärung besser verläuft, geben wir zuvor noch etwas Winzerhefe zu. Wir lassen den Traubensaft im warmen Klassensaal stehen und beobachten täglich die Veränderungen.

Mit einem Aräometer bestimmen wir das sogenannte "Mostgewicht", den Zuckergehalt. Dieser wird in Oechslegraden angegeben. (1° Oe = ca. 2,1 Gramm Zucker pro Liter Saft)

 

 

 

 

Tag Mostgewicht
(=Zuckergehalt)
Geschmack Aussehen
1 80 Grad Oechsle süß, fruchtig fast klar, dunkelgelb
2 75 Grad Oechsle süß wie Traubensaft Farbe: ockerbraun, trüb, Bodensatz hat sich gleichmäßig verteilt. Hefe ist im Flaschenhals hochgestiegen, kleine Gasbläschen steigen auf
3 54 Grad Oechsle süß, prickelnd gleichmäßig hell-braune Farbe, sehr trüb, heftige Gasentwicklung
4
5
Wochenende !!! Wochenende !!! Wochenende !!!
6 7 Grad Oechsle sauer, bitter, stechend beige, trüb, Gasentwicklung ist zurückgegangen, Satz setzt sich wieder am Boden ab
7 2 Grad Oechsle sauer, bitter keine merkliche Veränderung, schwache Gasentwicklung
8 0 Grad Oechsle sauer, prickelnd sehr schwache Gasentwicklung, Farbe gleichmäßig hellbraun und trüb
9 0 Grad Oechsle sehr sauer kaum noch Gasentwicklung, Farbe unverändert
10 0 Grad Oechsle sehr sauer keine Gasentwicklung mehr, Wein wird von oben her langsam wieder heller und klarer

Bild und Tabelle: Johann Taut

Unser Traubensaft hatte am Anfang 80° 0echsle, das entspricht genau 168 Gramm Zucker pro Liter Saft. Unser "Neuer Wein" enthält nach 10 Tagen keinen Zucker mehr, er hat aber dafür jetzt 10,2 % Vol. Alkohol! Sein Säuregehalt beträgt 5,6 Gramm pro Liter.

In verschiedenen Experimenten haben wir nun noch untersucht, was hinter einer solchen Gärung eigentlich steckt.

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