Unser Tag in der Weinlese


Am 27. September 2000 hatten wir mit unserer Klasse 8d einen Ausflug vor. Wir trafen uns mit den Fahrrädern um 8 Uhr am Krankenhaus und fuhren bald darauf los nach Hambach zur Familie Friedrich, die dort ein Weingut besitzt. Als wir eine halbe Stunde später dort ankamen, warteten schon einige Leute auf uns. Es waren nämlich zwei Frauen von der Zeitung und vom Radio da, die unsere Aktion verfolgen wollten.

Im Hof vom Weingut Friedrich
"Ist das anstrengend!"

 

 

 

 

 

 

Wir wurden freudig begrüßt und Herr Friedrich erklärte worauf wir später beim Umgang mit den Scheren achten sollten. Manche der Jungs bekamen zuvor von Frau Friedrich noch schnell ein Paar Gummistiefel zum Anziehen und dann ging es los: 23 Schüler machten sich auf den Weg um Trauben zu ernten. Jetzt bekamen wir endlich die Scheren und einen Kübel in die Hand und Herr Friedrich zeigte uns genau, wie das mit dem Traubenabschneiden funktioniert. Das machte Spaß, war aber auch anstrengend. Nach fast zwei Stunden waren wir mit der Traubenernte fertig und so manchem tat der Rücken weh. Als Beruf und den ganzen Tag lang wollten dies die wenigsten von uns machen, als Nebenjob um ein paar Mark zu verdienen aber vielleicht schon. Na ja, aber wir hatten es geschafft und zusammen immerhin zwei Wägen voll Trauben geerntet!

Immer rein damit!
Danach gingen wir alle zurück zum Weingut Friedrich um dort zu schauen, was mit "unseren" Trauben weiter passiert. Vom Wagen wurden sie in die Traubenmühle abgekippt und kamen dann in die Kelter, wo sie ausgepresst wurden. Es fing richtig fruchtig an zu riechen und wir haben den frischen Saft später auch probiert. Er war ganz trüb und grün. Ab in die Presse
Jetzt ist der Saft im Fass Einige von uns gingen danach auch noch mit in den Keller, wo es in den Fässern bereits kräftig gärte und brodelte. Die Gärgase können sehr gefährlich sein, sie ersticken mühelos eine Kerzenflamme, wie uns Herr Friedrich zeigte. Doch das wollen wir mit unserem Traubensaft selbst ausprobieren und einige Liter in der Schule vergären lassen, damit wir alles genau beobachten können.
Das Beste aber kam zum Abschluss, da gab es als Lohn für die Arbeit nämlich noch ein köstliches Bauernfrühstück. Jeder aß, bis er satt war!

Gegen Mittag verabschiedeten wir uns und bedankten uns für den schönen Tag. Etwas müde fuhren wir durch das Feld wieder zurück nach Hause.
Wie man isst, so schafft man!

DIE RHEINPFALZ berichtete über unseren Arbeitseinsatz im Weinberg.

zurück